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Verein
Die Schneeschuhriege, die spätere Skiabteilung wurde 1907 gegründet. Andreas Sattler Gründer der Bergsteigerriege und der Schneeschuhriege, die spätere Skiabteilung

1907– als der Skilauf noch in den Kinderschuhen steckte, die Bahn ins damalige Dorado der Skiläufer, den Schlierseer Bergen, schon in Schliersee zu Ende ging, als die Skiläufer noch den Flachlauf über den See mit in Kauf nehmen mussten, um zur Bodenschneid, dem Stümpfling und zur Rotwand zu kommen, wo die Berge des Sudelfelds noch den Dornröschenschlaf hielten.

Andreas Sattler Gründer der Bergsteigerriege und der Schneeschuhriege, die spätere Skiabteilung

Zur Zeit als sich eine kleine Brettlgemeinde von ca. 100 Skiläufern am Sonntag früh am Hauptbahnhof-Südbau ein Stelldichein gab, als man für 1,30.- RM nach Schliersee, für  2.- RM  nach Partenkirchen fahren konnte – da regte sich auch im TSV München von 1860 der Wille, eine Gemeinschaft der Skiläufer zusammenzufassen. Turnkamerad Wunderlich, der spätere Schriftführer und Vorstand der Abteilung und langjähriger Rechner des Deutschen Skiverbandes, war der Einberufer der Gründungsversammlung am 19. Dezember 1907.

Bald regte sich der sportliche Geist, wenn auch die ersten Leistungen dem Tourenskilauf entsprangen. Gemeinsam wurde Sonntag für Sonntag auf Tour gegangen: verbunden mit Trainingsläufen. Der Rennsonntage waren noch nicht allzu viele, denn zu jener Zeit stellten das Hauptkondingent an Läufern und Springern die Münchner Ski-Vereine und erst viel später griff der Skisport auf die Gebirgsverein über.

1912 / 1913
Im Besonderen wurde jedoch in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg die Disziplin der Nordischen Kombination gepflegt und immer war der Name 1860 unter den ersten Plätzen zu finden. Die Skistafette 1912 noch auf dem Sudelfeld sah man die Mannschaft von 1860, Roth Franz, Waitzer, Sattler, Burghard Josef und Otto Rath auf dem zweiten Platz und bereits 1913 setzten sich Sattler, Bader, Roth, Obermaier Ottmar, Burghard Ludwig zum erstenmal an die Spitze der Münchner Skivereine, die damals schon beachtliche Stärke aufwiesen.

1914 rutschten die 60er auf den zweiten Platz zurück. Nur 30 Sekunden trennten sie von dem damaligen Sieger, dem Akademischen Ski-Club. Sie liefen mit der Mannschaft Sattler, Kratzer Toni (Vater), Großlfinger, Roth und Bader. Zum erste Mal ging die Staffel den dann fast Tradition gewordenen Weg Rotwand – Stümpfling – Neureuth mit Ziel zum Hennerer in der Au über 40 km und war eine Sensation. Sattler und Kratzer warteten mit Bestzeit auf Strecke I und II auf und Roth Franz hatte sich auf Strecke IV den Aufstieg zur Gindelalmschneid – Neureuth stark verwachst und wertvolle Minuten verloren, die ihnen den Sieg kostete. Die Sechziger hatten in der Skiwelt einen guten Klang, sowohl im Langlauf wie auch im Sprung stellten sie ihren Mann.

1930 wurde die 60er-Hütte in der Nähe der Partnachalm eingeweiht und auf den Namen Andreas Sattlers, eines der Gründungsmitglieder der Abteilung, getauft. Auch heute noch wird diese Hütte durch die Skiabteilung, aber auch weitere Sparten, erhalten und regelmäßig genutzt.

In den 1940ern wurde Günther Meergans dreimal deutscher Meister in der Nordischen Kombination. Während es früher auch eine Skibob-Abteilung gegeben hatte, wird heute nur noch der alpine Skisport betrieben.

Erfolge für die Abteilung konnte Marina Kiehl einfahren, die zwischen 1984 und 1987 fünf deutsche Meistertitel und sieben Weltcupsiege errang und 1988 bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille in der Abfahrt holte.


 
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